Umnutzung Remise, ein Haus im Haus – Roggwil

Bauherrschaft Burgergemeinde Roggwil BE
Architektur coora Architektur AG, Langenthal
Baujahr 2024
schaerholzbau Holzbau, Innenausbau
Fotografie Matthias Schneider

Um 1860 erbaut, ist das Gebäude seit der Gründung der Burgergemeinde Roggwil im Jahr 1865 in deren Eigentum. Ursprünglich vermutlich als Lager für Brennholz und Werkzeuge genutzt, war es zwischenzeitlich auch der Ausgabeort der Weihnachtsbäume für die Dorfbevölkerung. Später wurde das Gebäude von ortsansässigen Unternehmen als Lager genutzt. Die Burgergemeinde hat ihrer alten Remise an der Schmittenstrasse nun wieder neues Leben eingehaucht.

Mittels Machbarkeitsstudie und Kostenvoranschlag wurden die Zukunftsperspektiven des Gebäudes geprüft. Im Sommer 2023 stimmte die Burgerversammlung einem Kreditantrag zu und beschloss, die windschiefe Remise wieder in Stand zu stellen. Im Zentrum von Roggwil und damit am Puls des Dorflebens, in Gehdistanz zu Läden, Bahnhof und Schule, wurde eine Umnutzung zu einem Wohnprojekt geplant. Das Ziel des Burgerrats war nebst dem Erhalt des geschützten Baudenkmals, eine sinnvolle Nutzung für die Zukunft sowie ein Umbau mit nachhaltigen Materialien.

Das Projekt sah vor, die vorhandene historische Bausubstanz zu sichern und nach dem Haus-in-Haus-Prinzip auf 90 m² eine grosszügige 3-Zimmerwohnung mit Garage einzubauen. Die Fundation und alten Holzkonstruktionen wurden soweit möglich belassen, ertüchtigt und nur wo nötig ersetzt. Zusätzlich wurde das Gebäude mit den notwendigen Werkleitungen erschlossen. Infolge der minimalen Parzellengrösse wurde die Parkierung beim bestehenden Tor im Erdgeschoss integriert. Rückseitig vom Gebäude gibt es einen Aussenraum mit gedecktem Sitzplatz.

Der Dachstuhl und die Aussenwände konnten mit Winden gerichtet werden, die Fassade mit den Ornamenten wurde sorgfältig demontiert und nach dem Richten wieder montiert. Der Einbau der neuen Wohneinheit in die bestehende Gebäudehülle erfolgte nahezu gänzlich in Holzbauweise durch schaerholzbau. Der Abbund vom Konstruktionsholz erfolgte im Werk, die Montage als klassische Zimmerarbeit vor Ort.

Die Wärmeerzeugung und Warmwasseraufbereitung erfolgt mittels einer Wärmepumpe, welche überwiegend mit Energie der Photovoltaikanlage auf dem Dach betrieben wird. Überschüssig produzierte Energie wird in einem Batteriespeicher gelagert. Der Umbau leistet somit seinen Beitrag zu einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Verdichtung im Dorf.

Um 1860 erbaut, ist das Gebäude seit der Gründung der Burgergemeinde Roggwil im Jahr 1865 in deren Eigentum. Ursprünglich vermutlich als Lager für Brennholz und Werkzeuge genutzt, war es zwischenzeitlich auch der Ausgabeort der Weihnachtsbäume für die Dorfbevölkerung. Später wurde das Gebäude von ortsansässigen Unternehmen als Lager genutzt. Die Burgergemeinde hat ihrer alten Remise an der Schmittenstrasse nun wieder neues Leben eingehaucht.

Mittels Machbarkeitsstudie und Kostenvoranschlag wurden die Zukunftsperspektiven des Gebäudes geprüft. Im Sommer 2023 stimmte die Burgerversammlung einem Kreditantrag zu und beschloss, die windschiefe Remise wieder in Stand zu stellen. Im Zentrum von Roggwil und damit am Puls des Dorflebens, in Gehdistanz zu Läden, Bahnhof und Schule, wurde eine Umnutzung zu einem Wohnprojekt geplant. Das Ziel des Burgerrats war nebst dem Erhalt des geschützten Baudenkmals, eine sinnvolle Nutzung für die Zukunft sowie ein Umbau mit nachhaltigen Materialien.

Das Projekt sah vor, die vorhandene historische Bausubstanz zu sichern und nach dem Haus-in-Haus-Prinzip auf 90 m² eine grosszügige 3-Zimmerwohnung mit Garage einzubauen. Die Fundation und alten Holzkonstruktionen wurden soweit möglich belassen, ertüchtigt und nur wo nötig ersetzt. Zusätzlich wurde das Gebäude mit den notwendigen Werkleitungen erschlossen. Infolge der minimalen Parzellengrösse wurde die Parkierung beim bestehenden Tor im Erdgeschoss integriert. Rückseitig vom Gebäude gibt es einen Aussenraum mit gedecktem Sitzplatz.

Der Dachstuhl und die Aussenwände konnten mit Winden gerichtet werden, die Fassade mit den Ornamenten wurde sorgfältig demontiert und nach dem Richten wieder montiert. Der Einbau der neuen Wohneinheit in die bestehende Gebäudehülle erfolgte nahezu gänzlich in Holzbauweise durch schaerholzbau. Der Abbund vom Konstruktionsholz erfolgte im Werk, die Montage als klassische Zimmerarbeit vor Ort.

Die Wärmeerzeugung und Warmwasseraufbereitung erfolgt mittels einer Wärmepumpe, welche überwiegend mit Energie der Photovoltaikanlage auf dem Dach betrieben wird. Überschüssig produzierte Energie wird in einem Batteriespeicher gelagert. Der Umbau leistet somit seinen Beitrag zu einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Verdichtung im Dorf.

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